JungdemokratInnen/Junge Linke Leipzig
Wer wir sind und was wir wollen

für radikale Demokratie
JungdemokratInnen/Junge Linke sehen in der Demokratisierung aller gesellschaftlichen Verhältnisse, d.h. in der Überwindung autoritärer und hierarchischer Strukturen, die Voraussetzung für eine selbstbestimmte Gestaltung aller Lebensverhältnisse eines jeden Einzelnen. Weil entscheidende Bereiche demokratischer Kontrolle entzogen (wie z.B. in derWirtschaft) oder autoritär organisiert sind (wie z.B. in der Schule), kritisieren wir den undemokratischen Charakter dieser Gesellschaft und treten für ihre Veränderung ein.

für Emanzipation
JungdemokratInnen/Junge Linke setzen sich für die Emanzipation des Einzelnen und für gesellschaftliche Verhältnisse ein, die Selbstbestimmung umfassend ermöglichen. Befreiung des Einzelnen von Herrschaft und Unterdrückung und die Schaffung einer emanzipatorischen Gesellschaft sind für uns untrennbar miteinander verbunden.

parteiunabhängig
Jungdemokraten gibt es seit 1919 mit wechselvoller Geschichte. Bis 1982 waren Jungdemokraten Jugendorganisation der FDP, von der man sich jedoch seit 1968 mit dem Einzug anti-autoritärer und antikapitalistischer Ideen in die Theorie des Verbandes zunehmend distanzierte. Die Trennung nach dem Bruch der sozial-liberalen Koalition, als die FDP eine Koalition mit der CDU einging, stellte nur noch das Ende eines langandauernden Prozesses dar. Seitdem sind Jungdemokraten parteiunabhängig.
Die MJV-„Junge Linke“ entstand als Basisbewegung in der DDR-Revolution 1989/90. Auf ihrem Gründungstreffen im Dezember 1989 versammelten sich Basisgruppen linker Jugendlicher aus der gesamten DDR. Aus der Kritik an FDJ und SED entwickelte sich ein Gründungskonsens für eine linke, DDR-weite Jugendorganisation. Der Name stammt – zunächst als Provisorium gedacht – von den beiden größten Gründungsgruppen Junge Linke Berlin und Marxistischer Jugendverband Leipzig.
In ihrer heutigen Form sind die JungdemokratInnen/Junge Linke entstanden aus der Vereinigung der Jungdemokraten (JD) in Westdeutschland und der Marxistischen Jugendvereinigung „Junge Linke“ (MJV) in der ehemaligen DDR.

konsequent außerparlamentarisch
JungdemokratInnen/Junge Linke (kurz: JD/JL) sehen – im Gegensatz zur herrschenden Ideologie – keine Möglichkeit, allein über Parlamente und Parteien tiefgreifende demokratische Änderungen zu bewirken. Parlamente sind unserer Ansicht nach zwar demokratische Errungenschaften, die es gegen die anti-demokratischen Tendenzen von Regierungen und Bürokratien zwar zu verteidigen gilt, doch ist ihr Einfluß begrenzt. Für uns sind Parteien von großer Bedeutung für kleine Reformen. Vertrauen verdienen sie nicht.